
Orientierungswerte für Untersuchungen in der Computertomographie
Eine Gruppe engagierter Medizinphysiker*innen aus Deutschland, der Schweiz, Österreich und Italien hat unter der Federführung der Arbeitsgemeinschaft Physik und Technik (APT) Daten für die Erstellung von Orientierungswerten für Untersuchungen in der Computertomographie gesammelt. Der Fokus lag dabei auf der Frage: wie ist die Expositionspraxis für CT-Untersuchungen, für die bisher kein nationaler diagnostischer Referenzwert vorliegt und gibt es Unterschiede zwischen den 4 benachbarten Ländern.
Während die Dosiswerte für die gleiche klinische Fragestellung zwischen den verschiedenen CT-Systemen deutlich variieren, konnten im Mittel keine signifikanten Unterschiede zwischen den benachbarten Ländern festgestellt werden.
Die jetzt publizierten Orientierungswerte (siehe angepasste Tabelle aus der Publikation) sind weder verpflichtend einzuhalten noch angabepflichtig gegenüber den Ärztlichen Stellen, sondern sollen primär dazu dienen, eigene lokale Referenzwerte erstellen und vergleichen zu können. Zur Nutzung der Tabellenwerte für die Dosisoptimierung vor Ort empfehlen wir allen Leser*innen ausdrücklich, die Originalarbeit zu lesen.
Die Publikation International survey in four European countries on diagnostic reference levels based on clinical indications in computed tomography ist als Open Access in Insights into Imaging erschienen und kann unter folgendem Link abgerufen werden:
https://link.springer.com/article/10.1186/s13244-026-02241-4
Allen Beteiligten (insbesondere Dr. Alexander Schegerer) einen ganz herzlichen Dank für die Zu- und Mitarbeit, die so ein Projekt erst möglich gemacht haben:
Alexander A. Schegerer, Kerstin Jungnickel, Michael Walz, Michael Verius, Julian Singer, Bernhard Renger, Nadia Oberhofer, Constance Müller, Roman Menz, Bärbel Madsack, Martin Fiebich, Rainer Eßeling, Markus Borowski, Babak Bazrafshan, Josefin Ammon, Christoph Aberle & Georg Stamm