Medizinphysik-Experte

Mit dem Inkrafttreten der neuen Strahlenschutzverordnung am 31.12.2018, welche zusammen mit dem Strahlenschutzgesetz die bisherige Röntgenverordnung ersetzt, wird ein Medizinphysik-Experte (MPE) auch im Bereich der Röntgendiagnostik verpflichtend. Für jedes CT und jede Angiographieanlage ist damit ein MPE nachzuweisen, der für die Optimierung des Strahlenschutzes zuständig ist. Dies gilt ab dem 1.1.2019 für alle Neuanlagen.

Die Strahlenschutzkommission (SSK) empfiehlt für den MPE bei medizinisch-radiologischen Tätigkeiten folgende Qualifikation:

Ausbildung

  • Kompetenzniveau eines Masters in Medizinischer Physik

Kurse im Strahlenschutz

  • Grund- und Spezialkurs Röntgendiagnostik
  • CT-Spezialkurs (24 h)
  • Interventionsradiologie-Spezialkurs (24 h)

Sachkunde

  • 24 Monate Sachkundezeit, davon min. 12 Monate in der Röntgendiagnostik (speziell CT und Interventionsradiologie)
  • Ausbildung und Bescheinigung durch MPE mit entsprechender Fachkunde
  • Mentorenmodell, wenn kein MPE vor Ort ist

Fachkunde

  • Ausstellung der Fachkunde durch Behörde nach erfolgtem Fachgespräch

Den Wortlaut der SSK-Empfehlung finden Sie hier: Empfehlung der Strahlenschutzkommission zum MPE

Das Positionspapier des APT-Vorstands zum MPE finden Sie hier: Positionspapier zur Umsetzung des Entwurfs der EU-Richtlinie „Euratom Basic Safety Standards“

Bisher sind folgende Richtlinien gültig, welche im nächsten Jahr entsprechend dem neuen Strahlenschutzgesetz bzw. der neuen Strahlenschutzverordnung überarbeitet werden:

Richtlinie Fachkunde: http://www.verwaltungsvorschriften-im-internet.de/bsvwvbund_22122005_RSII111603011.htm

Richtlinie Strahlenschutzverordnung: https://www.jurion.de/gesetze/strlschv_rl/